Welche ist deine Dividenden-Strategie?

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Zu Beginn deiner Investorenkarriere stellst du dir vielleicht die Frage, was eigentlich diese Dividendenstrategie ist, mit der du an die heiß begehrten Dividenden herankommst. Ganz allgemein folgst du bereits einer Dividendenstrategie, wenn du bei dem Investment entsprechenden Wert auf Aktien legst, die Dividenden ausschütten.

Doch Dividendenstrategie ist nicht gleich Dividendenstrategie, denn je nach den individuellen Anforderungen, die du an dein Investment stellst, unterscheiden sich auch die Herangehensweisen, bzw. was genau sich in deinem Depot mit welchem Anteil findet.

Lukas Kohl aus Österreich ist begeisterter Dividendeninvestor und hat das E-Book “Die Dividendenstrategie: In 10 Jahren zur finanziellen Freiheit durch passives Einkommen aus Dividenden-Aktien” geschrieben, indem er jene Anfänger, die noch nicht genau wissen, wie eine solche Dividendenstrategie aussehen kann, an die Hand nimmt und ihnen leicht verständlich erklärt, worauf zu achten ist. Er stellt die drei gängigsten Strategien vor, mit denen man sich auf den Weg machen kann, sein eigenes Portfolio zusammenzustellen, und gibt einige Beispiele für solide Value-Dividendenaktien, die er sich zurzeit guten Gewissens ins Depot legen würde.



Das Buch ist sehr erhellend, kommt ohne Finanz-Kauderwelsch aus und bringt dir die Basics zum Investieren in Dividenden nahe. Natürlich habe ich Lukas für dich ausgefragt, damit du ihn besser kennenlernst:


Wem würdest du eine Dividendenstrategie empfehlen? Ist das vielleicht sogar eher etwas für Rentner?

Lukas: Grundsätzlich kann eine Dividendenstrategie für jeden sinnvoll sein, wenn man wirklich Monat für Monat bares Geld auf dem Konto sehen möchte, anstatt nur virtuelle Kursgewinne. Doch innerhalb der Dividendenstrategie gibt es auch große strategische Unterschiede.

Wenn man noch jung ist, macht es auf alle Fälle Sinn, auf eine Dividend-Growth-Strategie zu setzten. Bei dieser Strategie kauft man Unternehmen mit einer anfänglich noch eher niedrigen Dividendenrendite, dafür aber einem starken Dividendenwachstum und einem allgemein starken Wachstum der Firma. Somit kann man langfristig von wachsenden Dividenden und steigenden Kursen profitieren. Es passiert nicht selten, dass man mit dieser Strategie nach 10 Jahren auf eine Dividendenrendite (gerechnet auf den ursprünglichen Kaufkurs) von 10 Prozent und mehr kommen kann.

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Mit dieser Strategie sind Dividenden auf keinen Fall nur etwas für Rentner. Ganz im Gegenteil, je früher man beginnt, desto mehr profitiert man langfristig von wachsenden Einnahmen aus Dividenden.

Für Menschen in einem höheren Alter würde sich diese Strategie jedoch eher weniger befürworten. Hier empfiehlt sich stattdessen häufig eine Dividend-Income-Strategie. Hierbei setzt man vorrangig auf Unternehmen mit einer hohen Anfangsdividende, um direkt von den Einnahmen profitieren zu können. Das langfristige Dividendenwachstum ist dabei weniger wichtig. Bei dieser Strategie wird voll und ganz auf das Konzept "Bargeld statt Buchgewinne" gesetzt.

Dein wichtigster Tipp, um an der Börse zu bestehen?

Lukas: Das allerwichtigste, um über Jahre hinweg an der Börse Gewinne einfahren zu können, ist ohne jeden Zweifel das langfristige Durchhaltevermögen und der Glaube an die ausgewählten Unternehmen. Die Vergangenheit hat uns Investoren gezeigt (unter der Voraussetzung, dass man eine funktionierende Strategie verfolgt), dass der Aktienmarkt aus jeder Krise wieder stärker zurückkam, als er jemals zuvor war.

Wenn man sich dem immer bewusst ist und sich nur Unternehmen ins Depot holt, mit denen man sich vor dem Kauf wirklich ausgiebig beschäftigt hat, um nun sicher sein zu können, dass deren Produkte und Dienstleistungen auch noch in Zukunft gebraucht werden, dann sollte man es schaffen, auch bei gefallenen Kursen die gekauften Unternehmen zu halten und besten falls sogar nachzukaufen.

Zusammengefasst: Hoch qualitative Unternehmen ins Depot legen und wirklich langfristig an ihnen festhalten, unter der Voraussetzung, dass diese noch zur Strategie passen. Ein klassisches Buy and Hold (and Check) Konzept.

Wie würdest du versuchen, den Leuten die Angst vor fallenden Kursen zu nehmen?

Lukas: Um keine Angst vor fallenden Kursen zu haben, muss man meiner Meinung nach ganz am Anfang bei der Unternehmensauswahl schon sehr genau selektieren und gut aufpassen, was man sich da wirklich ins Depot holt.

Wenn man von Anfang an nur Unternehmen im Depot hat, die ein langfristig stabiles Geschäftsmodell verfolgen, welches mit hoher Wahrscheinlichkeit auch noch in Zukunft gebraucht wird, ist es deutlich einfacher, fallende Kurse ganz einfach als Sale anzusehen, bei dem es gilt, wenn möglich zuzuschlagen.

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Wenn man weis, dass die Basis eines Unternehmens stabil ist und man voll und ganz von diesem Unternehmen überzeugt ist, kann man sich getrost über kurzfristige Kurseinbrüche freuen und diese intelligent nutzen, um die persönlichen finanziellen Ziele mit ein bisschen Glück noch schneller zu erreichen.

Hier gilt wie so oft: Wissen (vor dem Aktienkauf) ist Macht.

Wie würdest du 10.000 anlegen, wenn du sie heute im Lotto gewinnen würdest?

Lukas: Vorerst würde ich auf alle Fälle in meine finanzielle Bildung investieren. Ganz allgemein würde ich damit beginnen, alle möglichen Bücher zu Investitionsmöglichkeiten zu lesen. Sobald ich mir ein solides Basiswissen aufgebaut hätte, würde ich sehr wahrscheinlich ganz klassisch in einen breit gestreuten ETF investieren, welcher den Mark abdeckt.

Ein MSCI-World- oder Dividenden-Aristokraten-ETF wäre hier mit Sicherheit langfristig nichts Falsches, da hier das Chance-Risiko-Verhältnis für einen Anfänger sehr überschaubar ist.

Ich persönlich würde da wahrscheinlich eher zu einem Aristokraten-ETF tendieren, da ich ein sehr großer Freund von Dividenden bin und durch diesen ETF mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit immer steigende Dividenden bekommen werde, unabhängig von Kursen oder der aktuellen Wirtschaftslage.


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