Solltest du Wachstums- und Dividendenaktien bei demselben Broker haben?

Viele Ideen für neue Blogbeiträge kommen von Zuschauern, die mich etwas fragen. Danke für das Vertrauen und dafür, dass euch meine Meinung interessiert. Deshalb will ich heute auf Fragen zu Unordnung beim Broker und bei Portfolio Performance eingehen.

Unordnung beim Broker?

Manch einer macht sich darüber Gedanken und überlegt, ob es im Sinne der Ordnung klug wäre, verschiedene Arten von Aktien bei ein und demselben Broker zu lagern.

Ich verbringe nicht viel Zeit bei meinem Broker. Dort liegen zwar die Aktien, aber die Musik spielt für mich bei Portfolio Performance! In diesem Programm werden alle meine Aktien übersichtlich sortiert.

Es ist mir deshalb egal, bei welchem Broker welche Aktien verwahrt werden. Wirklich wichtig ist, ob der Kauf der Wertpapiere gebührentechnisch Sinn macht, ob man mit seinem Broker zufrieden ist und ob man dort bekommt, was man will. Der Gebührenaspekt ist wirklich wichtig. Denn was vielleicht bei einem Broker Sinn macht, ist bei einem anderen viel zu teuer und nimmt dir dadurch zu viel deiner Rendite weg.

Aber sonst ist der Broker genau dafür da, alle möglichen Arten von Wertpapieren zu verwahren. Deshalb ist es überhaupt nicht schlimm, wenn man beispielsweise bei demselben Broker Wachstums- und auch Dividendenaktien hat. Es spricht auch nichts dagegen, Aktien und ETFs oder auch andere Wertpapiere bei dem gleichen Broker zu haben.

Es gibt allerdings eine Vermischung, die ich vermeide, weil sie mich persönlich nervt. Und das ist, wenn ich Aktien des gleichen Unternehmens bei mehreren Brokern verteilt liegen habe. Das kommt bei mir leider auch vor, zum Glück aber nur zu einem sehr geringen Maß. Beispielsweise ist die Verwaltung der Dividendeneingänge dann mit doppeltem Aufwand verbunden, weil man sie zwei Mal eintragen muss. Und bei kleinen Centbeträgen nervt dann die zweifache Eintragung.

Unordnung bei Portfolio Performance

Mich erreichte dazu die Frage, ob ich Aktien, ETFs und P2P-Kredite im selben Portfolio bei Portfolio Performance habe. Portfolio Performance ist ein kostenloses Programm zur Verwaltung deiner Anlagen.

Und vielleicht stellst du dir die Frage, wie du deine verschiedenen Assets dort sortierst. Sollte man für jede Anlageklasse ein eigenes Portfolio anlegen?

Theoretisch ist das möglich, ich würde es aber nicht tun. Ich würde alles in einem Portfolio zusammenfassen. Also in meinem Fall Aktien, ETFs, P2P-Kredite und auch Kryptowährungen. Warum? Weil ich dadurch einen kompletten Überblick behalte, wie sich mein ganzes Vermögen entwickelt. Auf diese Weise sehe ich auf einen Blick, wie erfolgreich oder erfolglos meine Anlagen sind. Es ist ja alles mein Vermögen und wenn ich kurz reinklicke, kann ich sehen, ob es weniger oder mehr geworden ist.

Hätte ich verschiedene Portfolios, hätte ich zwar alles fein säuberlich voneinander getrennt, ich müsste aber auch wieder rechnen, um die Lage komplett zu überblicken. Hätte ich Hunderte verschiedene Aktien, würde ich diese Entscheidung eventuell noch einmal überdenken. Aber so ist es momentan noch nicht, deshalb kommt alles zusammen in ein Portfolio.

Dem Kleinanleger würde ich auf jeden Fall ein Portfolio empfehlen, um den Verwaltungsaufwand geringer zu halten und um einen besseren Überblick zu haben. Letztendlich ist das aber eine Geschmacksfrage, bei der es auch darauf ankommt, wie ich das Gefühl habe, optimal informiert zu sein. Und falls das bedeutet, dass man die Zinseinnahmen von P2P-Krediten lieber getrennt von Kursgewinnen oder -verlusten und Dividendeneinnahmen betrachtet, dann ist es eben so.

Bei Portfolio Performance kannst du dir die Entwicklung verschiedener Assetklassen anzeigen lassen.

Bei Portfolio Performance kannst du dir die Entwicklung verschiedener Assetklassen anzeigen lassen.

Und falls du Angst hat, nicht zu bemerken, dass eine Anlageklasse unrentabel geworden ist, kann ich dich beruhigen. Als interessierter Anleger wirst du sowieso immer mal wieder auf den Plattformen und beim Broker direkt vorbeischauen, die Lage checken und bemerken, falls etwas nicht wie erhofft läuft.

Und nicht zuletzt bietet Portfolio Performance auch die Möglichkeit schöner Übersichten für verschiedene Assetklassen, vorausgesetzt, man hat im Programm einem Wert eine Assetklasse zugeordnet. Sowohl beim Kuchendiagramm der Bestände, als auch in anderen Diagrammen lassen sich über die Einstellungsbuttons oben rechts in der Ecke dann bestimme Assets aus- und einblenden.