Trade Republic Erfahrungsbericht

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Der Großteil meiner Aktien liegt inzwischen bei Trade Republic und in diesem Erfahrungsbericht erkläre ich dir, warum das so ist. Es handelt sich um einen Pionier in Deutschland, was günstige Broker angeht, und ich kenne zurzeit kein vergleichbares Angebot.

Trotzdem gibt es einige spezielle Sachen zu beachten, auf die ich natürlich hier eingehe. Zum Beispiel, warum es so wichtig ist, nur während der Xetra-Handelszeiten Aktien zu kaufen und zu verkaufen. Ich habe versucht, diesen Bericht so objektiv wie möglich zu gestalten, damit du dir ein gutes Gesamtbild machen und dich entscheiden kannst, ob der Broker auch für dich etwas sein könnte.


Für den schnellen Überblick:

Vorteile

  1. Extrem günstige Order-Gebühren: Aktien zu kaufen und zu verkaufen, egal mit welchem Volumen, kostet nur 1€. Du könntest also Aktien für 10.000€ kaufen und würdest insgesamt nur 1€ Ordergebühren bezahlen! Es gibt keine Mindestorder.
  2. Kostenlose ETF- und Aktien-Sparpläne: Für passive Investoren besonders geeignet! Denn das Besparen von aktuell 325 iShares-ETFs ist vollkommen frei von Ordergebühren.
  3. Keine Depot-Gebühren: Das Depot ist kostenlos. Es gibt keinerlei Kontoführungsgebühren.
  4. Keine Dividenden-Gebühren: Der Erhalt von Dividenden kostet keinen Cent.
  5. In Deutschland lizenziert: Die Trade Republic Bank ist eine in Deutschland lizenzierte und von der Bundesbank und BaFin beaufsichtigte Wertpapierhandelsbank und kooperiert mit renommierten Partnern wie der HSBC und der solarisBank. Das heißt, es gilt die deutsche Einlagensicherung.
  6. Automatische Steuern: Als deutscher Broker regelt Trade Republic deine Steuerangelegenheiten automatisch und stellt dir die Jahressteuerbescheinigung kostenlos zur Verfügung. Auch ein Freistellungsauftrag ist ohne Weiteres in den App-Einstellungen einstellbar, um den Steuerfreibetrag nutzen zu können. Auch cool: Du brauchst keine Formulare einreichen (z.B. W-8BEN) um ausländische Quellensteuern zu sparen. Das regelt Trade Republic automatisch für dich.

Nachteile

  1. Auf Handelszeiten achten: Beim handeln von Aktien ist es wichtig, das unbedingt während der Xetra-Öffnungszeiten (9:00 bis 17:30 Uhr MEZ) zu tun. Denn nur in diesem Zeitraum herrscht eine Preisbindung. Zu anderen Zeiten kann es sein, dass die Aktien durch einen erhöhten Spread teurer sind als anderswo. Insgesamt kann man von 7:30 bis 23:00 Uhr handeln.
  2. Nur ein ETF-Anbieter: Der Vermögensverwalter BlackRock ist mit seiner iShares-Reihe zurzeit der einzige ETF-Anbieter, von dem bei Trade Republic ETFs zu haben sind. Das ETF-Angebot ist also derzeit noch nicht so groß und lässt bei Anlegern eventuell Wünsche offen.
  3. Derzeit nur fürs Smartphone: Derzeit ist Trade Republic ein rein mobiler Broker. Das heißt, die App gibt es nur fürs Smartphone oder Tablet, am Desktop-PC im Browser zu handeln geht nicht, ist aber, soweit ich weiß, in Planung.
  4. Aktien-Angebot ist ausbaufähig: Die Auswahl bei Trade Republic ist groß, aber noch ausbaufähig. So kann es sein, dass die ein oder andere Aktie aus deinem bisherigen Depot noch nicht handelbar ist oder noch nicht zu Trade Republic umgezogen werden kann. Bei mir betrifft das derzeit eine Aktie und einen ETF.
  5. Es gibt keine Aktiensparpläne: Derzeit besteht noch nicht die Möglichkeit, Aktien automatisch und in regelmäßigen Intervallen per Sparplan zu kaufen. Das betrifft besonders Investoren, die daran interessiert sind, sich sehr teure Aktien wie die von Amazon gestückelt ins Portfolio zu legen.

Trade Republic Erfahrungsbericht

Trade Republic ist der erste Billig- oder Günstig-Broker (günstig hört sich schöner an) in Deutschland. Zuvor hatte man für vergleichbare Preise die Möglichkeit, sich einen ausländischen Broker zu suchen. Wollte man das nicht, ging es bei deutschen Brokern meist zwischen 5 und 10 Euro für eine Order los. Die Gebühren mehrten sich, je höher der Betrag war.

Mir gefällt, dass Trade Republic eine extrem einfache und übersichtliche Preisstruktur hat und die Depotführung ohne Bedingungen kostenfrei ist.

► Aktien aus aller Welt für einen Euro Gebühr kaufen!

Trade Republic Erfahrungsbericht
Deine neue Portfolio-Übersicht bei Trade Republic

Der eine Euro für alle Aktienkäufe, egal in welchem Land das Unternehmen beheimatet ist, war letztendlich der auschlaggebende Grund, weshalb ich zu Trade Republic umgezogen bin. Bei DEGIRO ist der Kauf von Aktien an US-Börsen unschlagbar günstig. Aktien aus anderen Ländern sind an anderen Börsen jedoch nur zu höheren Preisen handelbar. Bei Trade Republic kann ich nun nicht nur amerikanische, sondern auch europäische, chinesische oder neuseeländische Aktien für einen Euro kaufen.

Anmeldung, Nutzung und Service

Die Anmeldung dauerte bei mir insgesamt nicht länger als 10 Minuten. Die wichtigsten Kontaktdaten werden in die Maske eingegeben, anschließend findet eine Videoidentifizierung statt, für die man den Personalausweis zur Hand haben sollte. Wenige Augenblicke später ist das Depot eingerichtet und es kann Geld auf die eigene deutsche IBAN überwiesen werden.

Gefreut hat mich, dass ich für amerikanische Aktien kein W-8BEN Formular ausfüllen musste. Trade Republic kümmerte sich direkt automatisch darum, dass ich durch das Steuerabkommen zwischen Deutschland und den USA nur die reduzierte Quellensteuer von 15% an Amerika bezahle.

Die Bedienung der App war bei mir bisher reibungslos und der Kunden-Service hat im Chat, der direkt in der App aufgerufen werden kann, innerhalb von wenigen Minuten auf meine Fragen geantwortet.

Nur ein Handelsplatz: Hat das Nachteile?

Für die folgenden Absätze ist es wichtig zu verstehen, dass du hier nur über eine Börse handeln kannst, nämlich die Lang und Schwarz Exchange. Das ist das elektronische Handelssystem der Börse Hamburg.

Bei den etablierten großen Brokern des Landes gibt es hingegen teilweise zig verschiedene Börsen, deren Angebot sich aber stark überschneidet. Auf den ersten Blick fühlt man sich vielleicht eingeschränkt, man könnte sich aber auch fragen, ob es kostentechnisch überhaupt Sinn für die Broker macht, so viele Handelsplätze anzuschließen, denn jede einzelne Anbindung kostet Geld und macht damit auch das Angebot für den Investor teurer!

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Manche Aktien fehlen vielleicht

Lang und Schwarz bietet unglaublich viele Aktien und ETFs an. Mehr noch, als bei Trade Republic bisher handelbar ist. Aktuell sind das ca. 7300 internationale Aktien und 433 ETFs, doch das Angebot ist ausbaufähig und lässt zurzeit noch den ein oder anderen Wunsch offen.

Es kann also sein, dass eine deiner Lieblingsaktien noch nicht dort handelbar ist. Falls du sie nicht beim Broker finden solltest, frag einmal im Chat nach. Geantwortet wird immer sehr schnell und Trade Republic reagiert in hohem Maße auf die Wünsche der Kunden.

Für mein Depot fehlt mir aktuell der US-REIT EPR Properties und bei den ETFs der Vanguard FTSE All World. Logisch, denn bei Trade Republic gibt es bis auf weiteres nur ETFs von BlackRock bzw. iShares. ETFs von Vanguard, Lyxor oder Xtrackers sucht man deshalb vergeblich. Die betroffenen Wertpapiere bleiben also zunächst auf meinen alten Brokern liegen, bis Trade Republic vielleicht sein Angebot erweitert hat.

Immer nur 1€ Gebühr für alle Aktien?

Die große Stärke von Trade Republic ist nun, dass du unabhängig der Ordergröße jeweils immer und für alle Aktien insgesamt nur 1€ Fremdkostenpauschale für das Kaufen und Verkaufen von Aktien bezahlst. Bei dem sonstigen Kostendurcheinander fällt es schwer, das zu glauben. Doch die Preisstruktur ist tatsächlich sehr, sehr einfach. Ich habe es getestet und kann es bestätigen.

Auch den kostenlosen ETF-Sparplan habe ich ausprobiert und auch dieser hält, was er verspricht. Wer also passiv investieren und regelmäßig einen ETF besparen möchte, profitiert ebenfalls vom Angebot.

Jetzt neu: Nicht nur, dass alle ETFs bei dem Broker kostenlos bespart werden können, sondern auch viele einzelne Aktien! Derzeit sind das um die 1000 Stück, was den Broker zum Anbieter mit dem derzeit größten Aktiensparplanangebot in Deutschland macht. Sparpläne sind bei Trade Republic grundsätzlich kostenlos.

Trotz dessen muss der Broker bestimmte Kosten ausweisen. Für alle, die sich bei der Kostenaufstellung beim Kauf wundern: Auch die TER, also die Verwaltungsgebühren des ETF-Herausgebers, wird oft als „Produktkosten“ oder ähnlich angegeben, obwohl es sich nur um eine grobe Vorhersage handelt. Diese wird aber nicht von deinem Referenzkonto abgezogen, sondern auf täglicher Basis vom Kurs des ETFs.

Was ist die Fremdkostenpauschale?

Trade Republic wirbt damit, ein provisionsfreier Broker zu sein und keine Gebühren für den Aktienhandel zu nehmen. Das stimmt an sich schon, was trotzdem bei jeder Transaktion anfällt, ist die Fremdkostenpauschale von 1€.

Die bezahlst du an die Börse (deswegen Fremdkosten), doch Trade Republic erhält davon für die Vermittlung von Händlern einen Teil zurück und kann so in Verbindung mit einer starken Digitalisierung und der Optimierung der Arbeitsprozesse seine Dienste finanzieren.


Weitere wichtige Kosten

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  • Die Depotführung ist kostenfrei.
  • Der Erhalt von Dividenden ist kostenfrei.
  • Die Eintragung von Namensaktien kostet je Eintragung 2€. Die Eintragung geschieht freiwillig auf Wunsch.
  • Die Jahressteuerbescheinigung ist kostenfrei.
  • Briefüberweisungen sowie freiwillige Dokumente kosten 25€.

Heiß diskutiert: Der Spread

Preisunterschiede, die Broker und Börsen zu ihren Gunsten einbauen, nennt man Spread. Und JEDER Broker und JEDE Börse hat ihn.

Der Spread unterscheidet sich unwesentlich zu denen anderer Broker, vorausgesetzt, und das ist die Einschränkung, man handelt zu den Öffnungszeiten der Xetra-Börse. Was hat die Xetra damit zu tun?

Handeln zu Xetra-Zeiten!

Der Spread ist der Grund, weshalb man bei Trade Republic am besten nur zu den Öffnungszeiten der Xetra-Börse handelt. Denn während sie geöffnet hat (9:00 bis 17:30 Uhr MEZ), hat sich Lang und Schwarz dazu verpflichtet, seine Preise an die des Xetra-Handelsplatzes zu binden.

Du kannst Aktien auch außerhalb dieses Zeitraumes handeln, die Öffnungszeiten von Trade Republic sind insgesamt montags bis freitags von 7:30 bis 23:00 Uhr. Außerhalb der Xetra-Öffnungszeiten gilt jedoch die Preisbindung nicht und die Aktien könnten teurer sein als normal. Gemessen wurden zwischen 2 und 9 Cent Aufschlag pro Aktie in der außerbörslichen Zeit. Du bist also nur während der Xetra-Öffnungszeit auf der absolut sicheren Seite.

Die Preisbindung gilt auch nur für Wertpapiere, die auch an der Xetra-Börse angeboten werden. Das ist tatsächlich der Großteil dessen, was man sich wünschen kann. Falls du dir aber seltene Exoten ins Depot legen willst, die es zwar bei Trade Republic, aber nicht bei Xetra gibt, solltest du sicherheitshalber im Vergleich zu anderen Brokern prüfen, ob sich die Preise lohnen. Erfahrungswerte dazu habe ich keine, da meine Strategie nicht auf solche Exoten abzielt.

Fazit

Die Preisstruktur finde ich zurzeit unschlagbar und innovativ, sodass sich Trade Republic sowohl für den aktiven als auch den passiven Investor eignet. Der Günstig-Broker hat bei mir alles gehalten, was er versprochen hat und er ist von der BaFin beaufsichtigt, weshalb ich insgesamt mit gutem Gewissen behaupten kann, dass Trade Republic seriös ist.

Beachtet werden muss aus den genannten Gründen, dass man zu den Xetra-Handelszeiten kauft und verkauft, da man sonst vielleicht mehr für eine Aktie bezahlt als nötig. Außerdem kann es sein, dass du manche ETFs oder Aktien noch nicht vorfindest.

Insgesamt empfehle ich Trade Republic als den Broker meiner Wahl gerne weiter. Man kann kaum etwas falsch machen, ihn auszuprobieren!

Trade Republic Erfahrungsbericht

* Werbung / Affiliate-Link. Bei einem Kauf oder einer Anmeldung über meinen Link erhalte ich eine Provision, dir entstehen keine zusätzlichen Kosten. Informationen über die Datensicherheit kannst du der Datenschutzerklärung entnehmen. Das Investieren in Finanzinstrumente ist mit erhöhtem Risiko verbunden. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Angaben ohne Gewähr, da sich Details von Seiten des Brokers kurzristig ändern können.

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