Spreads bei Trade Republic

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Heute geht es um ein Thema, dass Menschen, die gerade ein Konto bei Trade Republic eröffnet haben, in der letzten Zeit sehr beschäftigt, die Spreads.

Mich erreichen dann Nachrichten mit Nachfragen wie “Warum war die Aktie X Cent teurer, als es mir beim aktuellen Kurs gezeigt wurde?” und “Warum war der Spread um 8:30 viel höher als um 9:30?”

Der Spread ist der Unterschied zwischen dem Kauf- und dem Verkaufspreis einer Aktie. Genauer: Der Briefkurs ist der Preis, zu dem Verkäufer bereit sind, eine Aktie zu verkaufen (im englischen “Bid”) und der Geldkurs ist der Preis, zu dem Käufer bereit sind, eine Aktie zu kaufen (im Englischen “Ask”). Die Preise sind nicht gleich, sondern unterscheiden sich um ein paar Cent. Dieser Unterschied ist der Spread.

Bei Trade Republic bekommst du als Kurs standardmäßig im Chart den Briefkurs angezeigt, der naturgemäß etwas günstiger ist. Wenn du aber runterscrollst, kannst du bei den Details die beiden unterschiedlichen Kurse “Bid” und “Ask” sehen und vergleichen, wie hoch der Spread gerade ist.

Warum ist der Spread höher?

Bei Trade Republic kann der Spread als besonders hoch bewertet werden, wenn er bei 20, 30 oder mehr Cent liegt. Es gibt nun zwei Gründe, weshalb das passiert:

Spreads bei Trade Republic

1) Du handelst außerbörslich. Die Referenzbörse Xetra, an die Trade Republic mit der Börse „Lang und Schwarz Exchange“ gebunden ist, hat von 9:00 bis 17:30 Uhr MEZ (deutscher Zeit) geöffnet. Zu dieser Zeit bekommst du faire Preise und faire Spreads von ca. einem Cent.

Handelst du außerhalb dieser Zeit, handelst du außerbörslich und du zahlst pro Aktie etwas mehr. Bei wenigen Stück mag das kaum einen Unterschied machen, kaufst du jedoch mehrere für einen hohen Betrag, kann es sich lohnen, bis zum nächsten Handelstag zu warten, bis es wieder zwischen 9 und 17:30 Uhr ist.

Pro-Tipp: Zwischen 15:30 und 17:30 Uhr ist nicht nur die Referenzbörse Xetra geöffnet, sondern auch die New York Stock Exchange. Zu dieser Zeit ist das Handelsvolumen für uns am höchsten und auch die Spreads am allerniedrigsten!

2) Deine Aktie wird nur wenig gehandelt. Ist deine Aktie ein Exot und nur wenige Menschen interessieren sich dafür, sie zu kaufen und zu verkaufen, spricht man von einem niedrigen Handelsvolumen. Bei solchen Aktien kannst du auch während der normalen Handelszeiten einen erhöhten Spread vorfinden.

Inwiefern das zutrifft, siehst du immer daran, wie groß der Unterschied zwischen “Bid” und “Ask” ist. Der “Ask”-Kurs ist für den Kauf relevant. Bei Exoten lohnt es sich bei höheren Stückzahlen, die Preise bei mehreren Brokern bzw. Börsen zu vergleichen.

Trade Republic ist nichts Besonderes!

Spreads gibt es überall! Und überall sollte man theoretisch darauf achten. Es ist nichts, womit der Smartphone-Broker alleine da steht oder sich besonders viel herausnimmt. Realtalk: Die Ordergebühren sind so günstig, dass natürlich ein Interesse besteht, durch einen erhöhten Spread zu außerbörslichen Zeiten auch etwas extra zu verdienen!

Du kannst insgesamt zwischen 7:30 und 23:00 Uhr Aktien kaufen. Das ist komfortabel, besonders, wenn man sich nach der Arbeit abends noch um das Depot kümmern möchte. Der Service kostet dann aber natürlich auch etwas extra. Achte einfach auf die richtigen Zeiten, dass du zwischen 9 und 17:30 Aktien kaufst, und das Spread-Problem löst sich in den allermeisten Fällen in Luft auf.

Außerbörsliches Handeln ist, falls überhaupt möglich, überall etwas teurer, weil sich die Börse gegenüber Schwankungen absichern muss, die bis zum nächsten Handelstag entstehen und will durch ihre Mühen, dass sie sich bereits im Vorhinein mit deiner Wunschaktie eingedeckt hat, damit du sie überhaupt zu dieser Zeit kaufen kannst, ein bisschen entlohnt werden.

Nutze die Limit-Order

Zum Schluss noch ein Tipp, mit dem du sicherstellen kannst, dass du nicht mehr für eine Aktie bezahlst, als du tatsächlich bereit bist. Die Funktion heißt “Limit“-Order” und ermöglicht dir, den Maximalbetrag einzustellen, den du pro Aktie bereit bist, zu bezahlen. Das geht natürlich mit dem Risiko einher, dass dieser Preis eventuell nicht mehr erreicht wird und du die Aktie dann nicht gekauft hast.

Die Limit-Order kannst du im Kaufprozess einstellen, standardmäßig ist die Markt-Order bzw. der Markt-Preis eingestellt, mit dem du keine Präferenz verlauten lässt, sondern immer zum aktuellen Preis kaufst, den der Markt vorgibt.

Zusammenfassend

Achte darauf, wann du deine Aktien kaufst, die allerbeste Zeit ist zwischen 15:30 und 17:30 Uhr werktags. Achte auch auf die Unterschiede zwischen Bid und Ask-Kursen, und wenn sie erhöht sind, sind das Zeichen dafür, dass du entweder außerbörslich handeln oder einen Exoten kaufen willst. Im Falle des Exoten lohnt es sich bei größeren Käufen ab um die 1000 Euro sicher, die Preise bei unterschiedlichen Brokern bzw. Börsen zu vergleichen.

Ich hoffe, dieser Artikel hat dir die nötigen Antworten geliefert und etwas Licht ins Dunkel gebracht. Für das tiefere Verständnis erkläre ich auch alles im obigen Video.


Das Investieren in Finanzinstrumente ist immer mit erhöhtem Risiko verbunden. Investiere deshalb nie, was du nicht bereit bist, zu verlieren.

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