Mein P2P-Kredite-Problem

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Im letzten Video mit Thomas der Sparkojote haben wir über unsere Vermögensverteilung gesprochen. Dort habe ich bereits erwähnt, dass ich meinen P2P-Kreditanteil als zu hoch empfinde und plane, eben diesen Anteil deutlich zu senken. Das soll zwar vorerst auch das letzte Video zu dieser Frage sein, trotzdem wollte ich sie abschließend klären und ihrer Beantwortung ein Video widmen.

Im Video begründe ich, warum ich meinen P2P-Anteil senken möchte, in was ich stattdessen mehr investieren will und wo ich heute das Hauptrisiko bei P2P-Krediten sehe. Ich hinterfrage jedoch gleichzeitig die allgemein im Finanz-Mainstream bekannte Auffassung, man solle grundsätzlich nur 5% bis 10% seines Kapitals in P2P-Krediten halten.

Mein P2P-Kredite-Problem

Letztendlich empfinde ich den Anteil selbst einfach als etwas zu groß und geklumpt und ich möchte die Priorität in Zukunft deutlich stärker auf Dividendenaktien verlagern.

Meine Situation ist die Folgende. Betrachtet man mein Portfolio, erkennt man, dass ein signifikanter Anteil in P2P-Krediten steckt. Das hat den Grund, dass ich zu Beginn meiner Investitionskarriere sehr von P2P-Krediten begeistert war und ich eigentlich nur in solche Werte investiert habe (später kamen dann auch Aktien und ETFs dazu). Betrachtet man die Summe, die dahinter steht, nämlich 8000 Euro, relativiert sich das Ganze etwas. Da mein Portfolio insgesamt noch recht klein ist, ist es einfacher, den Anteil durch Aufstockungen in anderen Bereichen zu senken. Der Großteil der Community stimmt mir da zu, nur wenige sind der Meinung, dass das so nicht gut enden wird.

Mich nervt es selbst etwas, dass sich der Abbau so lange hinzieht, jedoch ist das Geld langfristig gebunden und ich habe mich gegen eine Hauruck-Aktion entschieden, bei der ich schnellstmöglich große Summen loswerde. Ein solch schneller Abbau würde bedeuten, laufende Kredite auf Sekundärmärkten zu verkaufen, doch das ist häufig, da auch Kredite in Verzug enthalten sind, mit Renditeeinbußen verbunden. Deshalb entspare ich langsam jeden Betrag, der frei wird. Vor allem bei Bondora. Denn es geht natürlich nicht nur darum, den Anteil insgesamt zu senken, sondern auch darum, bei den verbleibenden Investments eine gewisse Diversifizierung sicherzustellen.

Das Video ist keine Kriegserklärung an P2P-Kredite. Sie waren für mich ein Mega-Start in die Investitionswelt! Sie haben mir, durch die schnell sichtbaren Erfolge, ursprünglich die Lust auf das Investieren in mir entfacht.

Das Risiko von P2P-Krediten heute

Das wahre Risiko sehe ich heute kaum mehr im einzelnen Kreditnehmer, denn mehr und mehr Plattformen entwickeln Modelle, bei denen immer mehr Risiko abgefangen wird und man schließlich eigentlich mehr in die Plattform investiert, als in einzelne Kreditnehmer.

Natürlich gibt es auch Plattformen, bei denen man selbst noch auf die althergebrachte Weise einzelne Kreditnehmer auswählt, doch diese betreffen mich eher weniger.

Mein P2P-Kredite-Problem

Ich investiere also hauptsächlich in Finanz-Start-ups in einem relativ jungen Geschäftsbereich. Die Branche blüht gerade auf und die alten Banken tolerieren (noch), dass ihnen hier Kunden abhandenkommen. Dennoch handelt es sich noch um einen relativ unregulierten Markt, auf dem sich in Zukunft wahrscheinlich noch einiges ändern wird.

Kurz: Investments in junge und kleine Unternehmen sind risikoreicher, weshalb ich sie minimiere.


Das Investieren in Finanzinstrumente ist mit erhöhtem Risiko verbunden. Dieser Beitrag ist keine Anlageberatung. Ich übernehme keine Gewähr für die Aktualität, Vollständigkeit und Richtigkeit der bereitgestellten Informationen.

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