Finanzielle Bildung mit André Kostolany

Schau dir hier das Video zum Post an

Im November schon habe ich mir ein Buch für die finanzielle Bildung gekauft und zwar "André Kostolany - Die Kunst über Geld nachzudenken".  Weil ich aber noch nicht der regelmäßigste Blogger bin, eine gewisse Regelmäßigkeit aber kultivieren will, arbeite ich meine bisherigen Videos jetzt ab. Ich habe es noch nicht fertig gelesen, weil so viel nebenher zu tun ist und war, deswegen ist es auch zu früh für ein Fazit an dieser Stelle.

Wer ist bzw. war André Kostolany? Er war ein Börsenexperte, Journalist, Schriftsteller und hat auch sehr erfolgreich an der Börse investiert. Er hat gelebt von 1906 bis 1999 und hey, in dieser Zeit ist so einiges passiert. Unter anderem die zwei Weltkriege, zahlreiche wirtschaftliche Höhen und Tiefen, also dieser Mann weiß, wovon er spricht.

Was mir auch an ihm gefällt ist, dass er generell eine positive Haltung hat gegenüber der Entwicklung am Aktienmarkt und, dass er ein Unterstützer der Buy and Hold-Strategie ist, also tendenziell weniger auf viel "hin und her macht die Taschen leer" setzt. Zumindest hat er sich mit wachsendem Alter immer weiter in diese Richtung entwickelt.

Eine kleine Dokumentation zu André Kostolany vom Kanal "Aktien mit Kopf"

Relativ zu Beginn des Buches bringt er seinen besten Tipp, den er an die Leute weitergeben kann. Dieser lautet: „In die Apotheke gehen, Schlaftabletten kaufen, sie einnehmen, eine Palette erstklassiger internationaler Aktien kaufen, den Wecker auf vier Jahre einstellen und dann schlafen“.

Ich habe mir gerade ein älteres Interview von ihm angeschaut. Und da hat er auf die Frage, was denn mit den ganzen Schulden auf der Welt passiert, geantwortet, dass jedes Landes bis zum Anschlag verschuldet ist und das nicht weiter schlimm sei, weil es gäbe ja so etwas Cooles wie die Inflation.

Kostolany spricht im Interview darüber, dass die junge Generation gerne für die Erschaffung einer schönen Welt bezahlen soll

Und wenn die Währung pro ja zwischen 2,5% und 3% inflationiere, dann sei das die schmerzloseste Variante, eben diese Schulden zu entwerten. Der Interviewer fragte weiter, ob es nicht schlecht sei, dass die nächste Generation für die Kosten der alten aufkommen müsse. Die Antwort darauf hat mich sehr amüsiert und ich musste laut lachen, weil ich eine solche Antwort auf diese Frage noch nie zuvor gehört habe. Er sagte, das sei gar kein Problem, denn die junge Generation könne gerne mal etwas dafür bezahlen, dass die vorherige Generation eine so schöne Welt erschaffen habe. Made absolutely my day.

Kostolany beleuchtet das Ganze von der humorvollen Seite, was die Diskussion ungemein erfrischt. Und ich denke dieses Buch wird mir einiges an Spaß bereiten. Ich denke es wird großartig.