Dividendenstrategie-Mindset mit 100.000 Franken Portfolio

Das letzte Mal, dass Thomas der Sparkojote auf meinem Kanal zu Gast war, war im August 2018. Deshalb war es allerhöchste Zeit, ihn mal wieder einzuladen, zumal ich jede Woche dienstags auf seinem Kanal zu Gast bin mit unserem gemeinsamen Format, dem Dividendendienstag.

Deswegen wollen wir auch heute über Dividenden sprechen. Im Video frage ich Thomas aus, welche Dividendenstrategie er genau mit seinem 100.000 Franken schweren Portfolio verfolgt und wie er eine Aktie auswählt.

Dividendenstrategie

Thomas kombiniert konservative, sichere Dividendenaktien (75%) mit Wachstumsaktien (25%). Auch High-Yield-Titel wie die von Real Estate Investment Trusts sind enthalten. Der Focus liegt überwiegend auf Werten, die cashflow-orientiert sind.

In seinem Portfolio zahlt einzig Alphabet keine Dividende, einige andere zahlen auch schon mal nur eine geringe Dividende aus, wobei diese für die Zukunft ein gutes Dividendenwachstum versprechen.

Aktienauswahl

Bei der Aktienauswahl geht der Sparkojote von hinten nach vorne vor. Das heißt, er schaut sich zunächst das Produkt an oder ist ihm im Alltag bereits begegnet. Dann beschäftigt er sich weiter mit dem Unternehmen und schaut sich Kennzahlen an, die er besonders als Dividendeninvestor als sehr wichtig empfindet.

Dazu gehören allen voran die Payout-Ratio bzw. auf Deutsch die Ausschüttungsquote auf den Gewinn und den Free Cashflow, die angibt, wie viel Mittel ein Unternehmen tatsächlich für Dividendenausschüttungen übrig hat. Es gilt, je kleiner diese Prozentzahl, desto sicherer ist die Dividende, da mehr Geld übrig ist.

Weitere bevorzugte Kennzahlen sind das KGV, die Verschuldung und die Eigenkapitalquote. Außerdem versucht er, entgegen der landläufigen Meinung vieler Investoren, zu den Unternehmen in seinem Portfolio eine emotionale Bindung aufzubauen. Einfach aus dem Grund, dass es im Crash dadurch schwerer fallen wird, das Unternehmen zu verkaufen. Hat man sich für ein grundsolides Unternehmen entschieden, kann eine solche Einstellung tatsächlich hilfreich sein! Viele Investoren sind gegen eine emotionale Bindung, da diese im Krisenfall verhindern kann, dass man rechtzeitig aussteigt, wenn es dem Unternehmen wirklich schlecht geht.

No-Go bei Aktien

Der Sparkojote toleriert keine großen Dividendenkürzungen, die nicht mit der Entwicklung der Gesamtwirtschaft zu rechtfertigen sind. Also, wenn es einem Unternehmen alleine aufgrund von schlechtem Wirtschaften so schlecht geht, dass die Dividende stark gekürzt werden muss – wie beispielsweise bei General Electric – es dem Rest der Wirtschaft aber unverändert gut geht.

Dies ist nur eine kurze Zusammenfassung des Interviews. Viele weitere Fragen und Themen siehst du in unserem gemeinsamen Video. Schau rein!