Diese 5 Dividenden-Aktien haben Investoren gerade auf ihrer Watchlist

Welche Dividenden-Aktien stehen bei langfristigen Dividenden-Investoren gerade auf der Watchlist? Ich habe mich heute etwas umgesehen und unter anderem diese fünf Titel gefunden. Wie immer ohne Gewähr, denn jeder ist für seine Käufe selbst verantwortlich.

Ich habe mich auf verschiedenen Seiten und Kanälen umgesehen, welche Aktien gerade von Interesse sind und welche genauer unter die Lupe genommen werden und habe auch darauf geachtet, dass es Value-Werte von sehr großen Unternehmen (Blue Chips) sind, die auch eine ordentliche Dividendenrendite auszahlen.

1. BASF (WKN: BASF11)

Das erste Unternehmen, das ich erwähnen möchte, ist BASF. Ich habe auch auf meinem Instagram-Account gefragt, welche Aktien ihr gerade kaufen würdet, und vor allem diese Aktie kam dabei als Dividendentitel heraus.

BASF fällt inzwischen seit einem Jahr und der Preis liegt aktuell bei 68 Euro. An der Börse geht es für BASF im übergeordneten Trend immer noch nach unten, aber es gibt Nachrichten über neue Großanlagen, die an verschiedenen Orten auf der Welt gebaut werden und Insider sollen anscheinend bei der Aktie auch selbst wieder zuschlagen. Die Nachrichten über BASF sind gerade eher positiv gestimmt.

Ludwigshafen hat großen Anteil am Erfolg des Konzerns BASF

Ludwigshafen hat großen Anteil am Erfolg des Konzerns BASF

Fundamental haben wir ein KGV von 10, eine Dividendenrendite von 4,9 Prozent, eine Eigenkapitalquote von 45 Prozent, Eigenkapital- und Gesamtkapitalrenditen von zuletzt zwischen 8 und 17 Prozent. Also alles in allem solide und gute Zahlen, deswegen steht BASF bei den langfristigen Dividenden-Investoren auf der Watchlist.

2. IBM (WKN: 851399)

Nummer zwei auf der Liste ist auch ein sehr bekanntes Unternehmen, nämlich IBM. Und IBM macht gerade richtig Wirbel wegen der Übernahme von Red Hat. Die beiden kooperieren schon seit zwei Jahren im Bereich Hybrid-Cloud-Lösungen und viele sind der Meinung, dass sich IBM damit gute zukünftige Einnahmen und auch einen Platz in einer sehr ertragreichen Sparte gesichert hat.

Im Gegensatz zu bisherigen übernommenen Unternehmen von IBM soll Red Hat unabhängiger bleiben. Heißt, der eigene Chef bleibt erhalten, wahrscheinlich auch die eigenen Firmenstrukturen, was auch gut ankommt, denn die Prozesse bei IBM gelten als schwerfällig. Vielleicht wird IBM also mit Red Hat dann wieder einen neuen Höhenflug erreichen.

IBM ist einer der weltweit führenden Hersteller von Computer-Hardware, Software und IT-Dienstleistungen

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Zu den fundamentalen Daten. Da haben wir ein KGV von um die 8 und eine Dividendenrendite von ungefähr 5,3 Prozent, eine Eigenkapitalquote von zuletzt 14 Prozent. Eigenkapitalrendite 32 Prozent, Gesamtkapitalrendite 5 Prozent. IBM steigert die Dividende inzwischen seit 20 Jahren aufeinanderfolgend.

3. Leggett & Platt (WKN: 883524)

Vielleicht hat schon jemand von Leggett & Platt gehört, das ist eine Value-Aktie aus den USA, die auch bekannt ist für ihre langjährige Dividendenerhöhung, die bereits seit 47 Jahren anhält. Leggett & Platt stellen Wohn- und Büromöbel her und sind seit April 2017 von 54 USD auf jetzt 36 USD gefallen.

Im Branchenvergleich wurde zuletzt unterdurchschnittlich performt, Dividenden-Investoren liegen deshalb auf der Lauer für einen günstigen Einstieg. Wir haben hier ein KGV von knapp 14 und eine Dividendenrendite von 4,1 Prozent.

4. Kraft Heinz (WKN: A14TU4)

Wahrscheinlich kennt jeder den Nahrungsmittelhersteller Kraft Heinz. Kraft Heinz ist von 96 USD im Februar 2017 auf jetzt 55 USD gesunken und ist damit bereits sehr tief gefallen.

Das heißt, die Dividendenrendite von 4,5 Prozent ist, verglichen mit dem Branchendurchschnitt, im Moment entsprechend hoch. Das KGV beträgt ca. 15, was im Vergleich zu anderen Unternehmen in der Branche vergleichsweise niedrig ist.

Viele Seiten, die Aktienanalyse betreiben, empfehlen, die Aktie lediglich zu halten (nicht zu kaufen oder zu verkaufen), während sich GodmodeTrader etwas stärker positioniert und prophezeit, dass ein Kaufsignal bald kommen könnte.

Kraft Heinz ist besonders bekannt für seinen legendären Ketchup

Kraft Heinz ist besonders bekannt für seinen legendären Ketchup

Worüber in den Nachrichten auch gesprochen wird, ist das Gerücht, dass Kraft Heinz Campbell Soup (WKN: 850561) übernehmen will.

Wenn ich mir fundamentale Daten anschaue, dann schaue ich auch immer mal gerne auf den Buchwert. Dabei ist mir aufgefallen, dass der 2017 bei knapp 48 Euro notierte, was dem aktuellen Aktienkurs entspricht. Gemessen daran, entspräche der Aktienwert im Moment ungefähr dem Buchwert pro Aktie. Da ist nicht wirklich was draufgeschlagen, was eventuell ein Zeichen von Unterbewertung sein könnte.

Der Buchwert pro Aktie beschreibt alles, was das Unternehmen an wirklich greifbarem Kapital zu bieten hat, zum Beispiel die Lagerhalle, die Geräte, Fahrzeuge … Der Buchwert beschreibt die Menge an Geld, die man durch die Liquidierung des ganzen Unternehmens wahrscheinlich erhalten würde, allerdings meist ohne Patente oder Markennamen, deren Wert nur schwer zu ermitteln ist.

Die Eigenkapitalquote betrug zuletzt 25 Prozent, Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite notieren zwischen 10 und 16 Prozent. Das sind gute Zahlen, weshalb Kraft Heinz auf lange Sicht für Dividenden-Investoren gerade unterbewertet sein könnte und deshalb auf den Watchlists landet.

5. Bayer (WKN: BAY001)

Nummer fünf auf der Liste der Aktien, die bei Investoren jetzt gerade auf den Watchlists stehen, ist der Pharmakonzern Bayer. Bayer hatte Monsanto übernommen, was dem Unternehmen derzeit einige Klagen wegen des Unkrautvernichtungsmittels Roundup beschert, welches anscheinend Krebs verursacht.

Bayer ist einer der bekanntesten deutschen Pharma- und Chemiekonzerne

Bayer ist einer der bekanntesten deutschen Pharma- und Chemiekonzerne

Man weiß deshalb gerade nicht so richtig, ob sich Bayer mit der Monsanto-Übernahme nicht vielleicht ein bisschen verhoben hat. Eine Klage hatte erst kürzlich gewonnen und den Konzern 78 Millionen Dollar gekostet. Doch damit nicht genug, es gibt immer noch weitere 8700 Klagen, die derzeit noch auf der Warteliste stehen.

Man kann es natürlich als super Gelegenheit für einen Einstieg sehen, denn viele rennen zurzeit schreiend weg. Nichtsdestotrotz ist es zurzeit eine Situation, bei der fundamental etwas im Argen liegt und deren Entwicklung momentan nur schwer einzuschätzen ist. Vielleicht wäre man deshalb ganz gut damit beraten, Bayer tatsächlich auch nur auf der Watchlist zu lassen und nicht zu handeln, bis die Lage etwas übersichtlicher ist.

Der Preis der Aktie liegt zurzeit bei um die 69 Euro, das KGV bei einer entspannten 11. Das Gewinnwachstum von 2018 ist zwar negativ, für 2019 ist aber wieder positiv vorausgesagt. Die Eigenkapitalquote zuletzt war 49 Prozent, die Eigenkapital- und Gesamtkapitalrendite zwischen 10 und 19 Prozent, die Dividendenrendite beträgt 4,3 Prozent.