Coca Cola Aktie jetzt als Sparplan im Portfolio (mit Anleitung)

Mir wurden vor Kurzem die Augen geöffnet, was die Coca Cola Company (US1912161007) angeht. Ich war im McDonald's, eigentlich nur, um eine Flasche Wasser zu holen. Denn er lag gerade so praktisch auf dem Weg. Überraschenderweise zahlte ich für 0,5 Liter Wasser, verpackt in eine schicke Vio-Plastikflasche (made by the Coca Cola Company), mit goldenem Deckel, in dem noch ein Gewinncode versteckt ist, ganze knappe 3 Euro. "Ganze" muss in den Satz, denn ich muss von vornherein betonen, dass ich das als viel Geld für Wasser empfinde.

Doch zum ersten Mal sind mir das Geschäftskonzept und das Potenzial von Coca Cola in vollkommener Klarheit erschienen. Wenn diese Kultmarke es sich erlauben kann, überwiegend Zuckerwasser mit Farb-, Geschmacksstoffen und Koffein für 3 Euro den halben Liter zu verkaufen und die Leute sich diese Getränke auch leisten, dann würde ich unbedingt daran mitverdienen wollen. Die preisliche Gestaltung zeigt zudem, dass sich die Herstellungskosten der ursprünglichen Cola kaum von denen der anderen Getränke, und besonders von Wasser unterscheiden können und die Margen entsprechend hoch sind.

 

Was kostet die Cola in der Herstellung?

Coca Cola serviert Millionen Getränke pro Tag, was zahlreiche Marken einschließt. Selbst wenn die nächste Wirtschaftskrise anklopft, wollen und müssen Menschen Flüssigkeit zu sich nehmen. Da die Herstellungskosten im Vergleich zum Flaschenpreis sehr gering sind, können immer noch die Preise für die Endverbraucher gesenkt werden. Natürlich kostet nicht jeder halbe Liter überall 3 Euro. Aber bei einem solchen Preis verschwendet man vielleicht einen Gedanken daran, wie viel so etwas denn eigentlich in der Herstellung kostet. 

Um anständige Preise als Referenz zu verwenden, gehen wir gemeinsam fiktiv bei Rewe einkaufen. Bei Rewe bekommt man 12 Liter Coca Cola derzeit für 8,50 Euro ohne Pfand. Zieht man die operative Marge von ca. 19% ab (Stand 2018), ergeben sich Herstellungskosten von ca. 55 Cent pro Liter, also ca. 27 Cent pro 0,5 Liter. Natürlich sind Vertrieb und Marketing enthalten, die eigentliche Herstellung ist also noch günstiger. Manche sprechen sogar davon, dass die Herstellung weniger als 10 Cent kostet. Bei Wasser, dem Getränk, um das es mir ursprünglich ging, trifft das mit ziemlicher Sicherheit zu.

 

Gute Dividenden-Aktie

Wie kann man nun am Geschäft mitverdienen? Natürlich mit den Dividenden, die Coca Cola vierteljährlich ausschüttet. Wenn man sich dann doch das eine oder andere Mal ein teures Getränk bei McDonald's oder an den Automaten im Flughafen gönnt, weiß man wenigstens, dass ein kleiner Teil davon aufs eigene Konto zurückkommen wird.

Ich habe mich entschieden, die Coca Cola Aktie als Sparplan in mein Portfolio aufzunehmen. Das bedeutet, dass ich mein comdirect-Depot* anweise, an jedem siebten des Monats Coca Cola für 25 Euro anzukaufen. Bei vielen Aktien ist das möglich. Diese Art des Sparens ist deshalb so komfortabel, weil selbstverständlich automatisch mehr Anteile nachgekauft werden, je weiter der Kurs fällt. Je mehr der Kurs steigt, desto weniger Anteile werden monatlich erworben. Als Investor mit Dividendenstrategie ist man eben daran interessiert, möglichst viele Firmenanteile möglichst günstig zu bekommen, denn mehr Firmenanteile bedeuten mehr Dividende.


Coca Cola war eine der ersten Aktien, an die ich gedacht habe, als ich mit der Börse angefangen habe. Ungefähr zwei Jahre später wage ich mich nun tatsächlich langsam an sie heran. Mein Gefühl ist, dass es sich bei diesem Titel um einen "No-Brainer" handelt. Es gibt nur wenige vergleichbare Konzerne, die sich so sehr in ihrer Branche behaupten. Dazu kommen die oben beschriebene Krisenfestigkeit und die Dividende, die im Jahr 2018 seit 98 Jahren ausgeschüttet wird.

 

Sparplan einrichten

Warum ein Sparplan und kein einmaliges Investment? Erstens, weil mein Konto gerade nicht mehr hergibt als die Möglichkeit eines Sparplans. Zweitens habe ich das Gefühl, dass die Aktie im Kurs in nächster Zeit noch weiter fallen könnte. Mit einem Sparplan lässt sich das mehr genießen, denn man freut sich darauf, im nächsten Monat mit gleichem Einsatz mehr Anteile zu bekommen. Bei einem Einmal-Investment würde bei fallenden Kursen psychologisch bei mir ein Verlust eher im Vordergrund stehen. Es ist letztendlich Geschmacksache. Denn die Hauptsache ist, man investiert überhaupt.

Im Video oben erkläre ich am Beispiel von comdirect, wie man einen solchen Aktiensparplan einrichten kann.

 


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