4 Gründe, warum der Sparkojote in Dividenden-Aktien investiert

Es ist immer gut, die Welt der Finanzen aus verschieden Blickwinkeln kennenzulernen. Deswegen stelle ich Dir heute Thomas den Sparkojoten vor. Vielleicht kennst Du ihn bereits von unserem wöchentlich stattfindenden Dividendendienstag bei Instagram.

Der Sparkojote ist ein schweizer Finanzblogger. Und genau wie ich verfolgt er in der Finanzwelt eine Dividendenstrategie. Warum er sich dazu entschlossen hat, Dividenden zu kassieren, erklärt er uns in seinen vier Gründen.

Grund 1: Dividenden bringen regelmäßigen Cashflow

Der erste Grund ist ganz einfach Cashflow. Cashflow bedeutet wörtlich übersetzt "Geldfluss" oder "Kapitalfluss". Dividenden sind eine passive Einnahmequelle und lassen damit Geld in sein Portfolio fließen, ohne, dass er sonst etwas dafür tut.

Ob der Kurs steigt oder fällt, hat keinen direkten Einfluss auf die Dividende, denn sie ist eine Beteiligung am Gewinn des Unternehmens. Sofern es also Gewinne macht, bekommt er aller Voraussicht nach auch etwas davon ab. Und das ist nur gerecht, denn als Aktionär ist er Anteilseigner an der Aktiengesellschaft (zwar nur zu einem kleinen Teil), aber natürlich steht ihm eine Beteiligung zu.

Der Sparkojote im Januar 2019 bei Instagram

Der Sparkojote im Januar 2019 bei Instagram

Grund 2: Kursgewinne sind nur befriedigend, wenn der Kurs steigt

Zahlt ein Unternehmen keine Dividende, kann man nur profitieren, wenn der Aktienkurs des Unternehmens steigt. Das nennt man Kursgewinne. Kursgewinne sind gleichzeitig nur Buchgewinne. Das heißt, sie sind fiktiv und können schnell verschwinden, wenn der Aktienkurs des Unternehmens fällt. Kursgewinne sind deshalb nur befriedigend, wenn der Kurs auch immer weiter steigt.

Wenn sich der Aktienkurs des Unternehmens halbiert, ist das alles andere als schön, denn wenn man nach Kursgewinnen strebt, geht in diesem Fall gefühlt bares Geld verloren. Wenn man seine Kursgewinne hingegen realisieren möchte, kommt man nicht umhin, Aktien zu verkaufen.

Wenn man vorwiegend Kursgewinne erzielen möchte, muss man erstens Wachstumswerte ausfindig machen, also Unternehmen, die in Zukunft noch stark im Wert steigen, und zweitens muss man eine Strategie für den Ausstieg, bzw. den Verkauf entwickelt haben, um auch Geld mit nach Hause zu nehmen. Eine solche Strategie erfordert ein Vielfaches an Aufwand und es ist nicht garantiert, dass dieser sich auszahlt.

Kursgewinne können leicht wieder verschwinden, wenn man sie nicht realisiert

Kursgewinne können leicht wieder verschwinden, wenn man sie nicht realisiert

Grund 3: Dividenden können alltägliche Kosten decken

Mit Steuerrückerstattungen erwartet der Sparkojote 2400 Franken an Dividenden-Einnahmen für das Jahr 2018. Das macht ca. 200 Franken monatlich, was derzeit knapp 180 Euro entspricht. Für Thomas ist es wichtig, sich nicht nur die absolute Zahl anzusehen, sondern auch, was er sich theoretisch davon im täglichen Leben leisten könnte und wie viele seiner regelmäßigen Ausgaben von Dividenden getragen würden.

Dabei geht es darum, eine Vorstellung zu bekommen, für was man alles nicht mehr Arbeiten muss, bzw. was dieses zweite Einkommen an Ausgaben abdeckt. Und wenn man überschüssige Einnahmen investiert und Dividenden weiter reinvestiert, werden mit der Zeit immer mehr Kostenpunkte von Dividendeneinnahmen getragen, bis man irgendwann komplett davon leben kann. Dieser Gedanke motiviert sehr, genau so weiterzumachen und noch mehr anzusparen.

Es motiviert, zu verfolgen, wie viele der alltäglichen Ausgaben durch Dividenden abgedeckt wären

Es motiviert, zu verfolgen, wie viele der alltäglichen Ausgaben durch Dividenden abgedeckt wären

2400 Franken pro Jahr ist eine Hausnummer! Diese Zahl bedeutet für ihn unter anderem einen bezahlten Urlaub von einem Monat im Jahr, wenn er all seine ausgaben betrachtet, oder die Kosten eines Jahres seiner Krankenversicherung plus seines Handyvertrages. Thomas der Sparkojote war bis vor kurzem ITler bei einer schweizer Bank und konnte viel ansparen. Inzwischen ist er selbstständig und baut sich sein eigenes Online-Business auf, weshalb er in nächster Zeit keine allzu großen Sprünge erwartet. Er hat sich für die Dividendenstrategie entschieden, weil sie ihm ein regelmäßiges und durch Diversifizierung über verschiedene Aktien auch ein entsprechend sicheres Einkommen beschert.

Grund 4: Dividenden steigen von alleine

Sicher kann auch die Dividende erhöht oder gesenkt werden, doch viele Unternehmen legen viel Wert darauf, ihre Aktionäre regelmäßig zu belohnen, und haben Dividenden fest in ihrer Unternehmenskultur verankert. Bei der Aktien-Auswahl sollte man auf jeden Fall darauf achten, ein solches Unternehmen zu wählen.

Dividenden können zusammen mit den Gewinnen des Unternehmens von selbst ansteigen

Dividenden können zusammen mit den Gewinnen des Unternehmens von selbst ansteigen

Mit der Inflation, aber auch durch natürliches Wachstum wenn Unternehmen in neue Länder expandieren oder andere Unternehmen aufkaufen und so ihre Produktpalette erhöhen, wird die Dividende meist regelmäßig angehoben. Auch dieser Effekt sollte nicht unterschätzt werden, er macht sich jedoch erst langfristig bemerkbar. So hat man beispielsweise eine Aktie für 20 € gekauft und bekommt im ersten Jahr vielleicht 80 Cent Dividende. Im zweiten Jahr bekommt man vielleicht 85 Cent usw.

Wenn Du mehr über den Sparkojoten erfahren möchtest, besuche seinen Blog oder seinen YouTube-Kanal! Zusätzlich kannst Du bei unserem Dividendendienstag vorbeischauen, der immer dienstags live bei Instagram stattfindet. Dazu reicht es, wenn du entweder ihn oder mich bei Instagram abonniert hast.